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Recht / Arbeits-/Sozialrecht 
Freitag, 24.09.2021

Anerkennung einer Berufskrankheit auch bei diversen belastenden Tätigkeiten

Für die Anerkennung einer Berufskrankheit muss nicht immer nur eine belastende Tätigkeit für die Krankheit ausschlaggebend sein. Auch eine Kombination verschiedener belastender Tätigkeiten kann zu einer Berufskrankheit führen. So entschied das Hessische Landessozialgericht (Az. L 3 U 70/19).

Ein Mann mit Erkrankungen der Lendenwirbelsäule war in seinem Berufsleben als Lkw-Fahrer auf unebenen Landstraßen sowie als Gießereiwerker, Betonfertigteilbauer und Lagerarbeiter tätig. Seinen Antrag auf Anerkennung einer Berufskrankheit lehnte die Berufsgenossenschaft ab. Ein Ursachenzusammenhang zwischen der berufsbedingten Belastung und seinem Wirbelsäulenschaden sei nicht hinreichend wahrscheinlich.

Das Gericht gab jedoch dem Kläger Recht. Es verurteilte die Berufsgenossenschaft, die Berufskrankheit anzuerkennen. Ein bestimmtes Krankheitsbild könne durch verschiedene berufliche Einwirkungen entstehen. Dem Gericht zufolge sei es hinreichend wahrscheinlich, dass die Erkrankung auf die Einwirkungen während seines Berufslebens zurückzuführen sei.

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